Des "Consultorio"

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts initiierte eine Gruppe von Personen, geleitet von den Ärzten Ciriaco Esteban, D. José Román Chico und D. Jerónimo Oliveras Piscol, eine Reihe von Zusammenkünften, um eine Institution zu gründen, die dazu beitragen sollte, die Kindersterblichkeit zu mindern und der infantilen Bevölkerung Sevillas zu helfen, die am meisten benachteiligt ist.

Schon bald fing man an, ebenso Personen aus dem privatem Umfeld zu kontaktieren, (Leute mit sozialem und wirtschaftlichen Einfluss) wie auch Behörden. Man realisierte Bittgesuche, öffnete Abonnements, organisierte Wohltätigkeitsakte und unterstützte Kampagnen in der örtlichen Presse.

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Als Resultat der vielen Anstrengungen erreichte man es, eine bescheidene Räumlichkeit in der sevillanischen Straße „Amor de Dios“ (Nummer 28) zu mieten, um sie in eine Praxis umzuwandeln, die am 8. Januar 1906 als „Consultorio de Niños de Pecho“ eingeweiht wurde. In diesem Zentrum versuchte man, das Stillen durch die Mutter zu fördern und darüber zu informieren, wie man für ein Kind sorgt.

Einige Monate später formierte sich die erste Mitgliederversammlung, um Legalität der Institution zu erreichen und Stück für Stück die Dienstleistungen zu erweitern.

Folglich untersuchte und überprüfte man wöchentlich den Ernährungszustand der Kinder und gab Ratschläge über die Ernährung und Hygiene. Außerdem sorgte man für die entsprechende Medikation und gab Babyflaschen mit Milch aus.

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Einige Jahre später weitete man den „Untersuchungsservice“ auch auf Schwangere aus, die „Mutualidad Maternal de San Román“ beherbergend, in der man die Schwangerschaft kontrollierte.

In den 30er Jahren und in jenem Haus in der Straße Amor de Dios in Sevilla bietet die Praxis diverse Dienste an, wie zum Beispiel: Zahnmedizin, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Radiologie und Strahlentherapie, Behandlung von Augen-, Herz- und Nervenkrankheiten. Außerdem verfügt sie über ein Labor für klinische Analysen, einen Raum fürs Röntgen und Beratungen für Schwangere und intrauterine Kinderpflege (Pflege des ungeborenen Kindes).

In den 60er Jahren, favorisiert durch die gesellschaftlichen Veränderungen und die neuen Bedürfnisse, findet eine Reihe von Änderungen im internen Körper der Institution statt, ebenso in den Aktivitäten wie auch in der Reglementierung. Dadurch wandelt sich die administrative Versammlung in ein Patronat um und man definiert die Mission der Einrichtung neu.

In den 80ern erkennt man erneut das Bedürfnis, zu den Aktivitäten aus der Anfangszeit zurückzukehren und die wirklichen Bedürfnisse der Epoche zu decken. Darum schliesst man ein Abkommen mit dem Kreistag von Sevilla ab um ein Haus („Unidad de Acogida“) für Kinder mit sozialen Problemen zu errichten.

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Die Anpassung der Institution „Gota de Leche“ an die neuen Wirklichkeiten Ende des 20. bzw Anfang des 21. Jahrhunderts bezieht sich allerdings nicht nur auf die Bedürfnisse der Kinder, sondern auch auf die legale Anpassung der Institution an die aktuellen Verhältnisse und so wird die Stiftung „Gota de Leche“ gegründet, welche nun nach den Vorgaben des Gesetzes (Ley 30/1994) mit ihrer Arbeit zum Schutz und der Unterstützung von Kindern fortfahren kann.

Die letzte Leitung der „Gota de Leche“, geführt von Dr. Manuel Sobrino Toro, treibt die Gründung der Stiftung „Gota de Leche“ voran, welche sich dann im Oktober 1998 mittels öffentlicher Urkunde bildet.

So entsteht die Stiftung als legale Erbin und Fortführerin der Arbeit der „Conusltorios de Niños de Pecho y Gota de Leche“ mit neuen Handlungsfronten:

-       Interventionsprojekte mit Kindern in pädiatrisch-sozialem Risiko

-       Sensibilisierung und Verteidigung der Kinderrechte

-       Lehraktivitäten und Forschung

-       Beratungsstelle für Kinder

-       Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Entwicklungsländern