Schon seit einigen Jahren ist die Stiftung Pionier im Einführen einer Reihe von Techniken, die gegen die Unterernährung von Kindern in den lateinamerikanischen Staaten ankämpfen sollen. Es handelt sich um die sogenannte „desviación positiva“ (zu deutsch etwa: positive Umlenkung), die daraus besteht, dass gezeigt und vermittelt wird, welche Praktiken Mütter anwenden, die unter den gleichen schlechten Armutsbedingungen der gleichen Gemeinschaft leben, es aber trotzdem schaffen, ihre Kinder richtig zu ernähren und ihnen den täglichen Nährwert an Kalorien zuzuführen, den sie brauchen.
Wenn das Team der Stiftung in einer neuen Gemeinschaft ankommt, werden die Kinder gewogen und gemessen, um zu untersuchen, wie schwer der Grad der Unterernährung ist, an der sie leiden. Bei diesen Untersuchungen bemerkte man, dass es besser ernährte Kinder gibt, obwohl die gleichen Ressourcen zur Verfügung stehen. Deshalb nimmt das Team der Stiftung Kontakt zu den Müttern jener Kinder auf, um herauszufinden, was diese tun, um ihre Kinder korrekt zu ernähren und man versucht, dies dem Rest der Mütter zu vermitteln.
So werden die Mütter unter anderem gefragt, welche Lebensmittel sie verwenden, wie sie diese zubereiten oder konservieren, usw.
Der Schlüssel zu allem liegt zum einen meist in kleinen Handlungen, wie zum Beispiel dem Waschen der Hände, der Verwendung von autochthonen, hochkalorischen Lebensmitteln und der Konservierung dieser, zum anderen aber auch an einer Reihe von Praktiken, wie zum Beispiel der Verlängerung der Stillzeit.
Weiß man einmal, um was für Praktiken es sich handelt, so bittet man die Frauen, dass sie es den anderen Müttern erklären. Außerdem wird gemeinsam gekocht, damit die Frauen lernen und dann wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen.
Diese Initiative wird unterstützt von der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (zur WHO gehörend) und der Gesundheitsbehörde von Peru. Außerdem unterschrieb die Stiftung als einzige spanische Organisation Abkommen mit beiden Institutionen.